What’s up, 2021?

Corona ist vorbei, oder? War da nicht was mit 2021 und „Alles wird gut“? Zumindest schneit es heute, der Kaffee ist okay und die Homeschooling-Server der Kinder haben auch ein Einsehen. Sie funktionieren einfach mal wie so richtig erwachsene Internet-Dingsis es tun sollten im einundzwanzigsten Jahrhundert.

Der Beffaná-Adventspodcast ist in Sack und Tüten (niemand ist gestorben btw., so wie ich es einer besorgen Mami versprechen musste, als sich die Geschichte so ab Folge 3 in eine leicht besorgniserregende Richtung zu entwicklen schien), der Koffer Wörter koffert wieder fleißig vor sich hin und eine erste 2021er-Folge vom Jugendrechtspodcast steht für das Wochenende an.

Und – TATAAAAAA! – das Moor gibt’s seit ein paar Tagen als Buch zu kaufen, bei Amazon als Paperback und E-Book und bei Apple ebenfalls als E-Book. Bin ich zufrieden? Nein. Ich hab die Sache seit Jahren vor mir hergeschoben, weil man eigentlich hier noch mal was ändern müsste und da noch mal kürzen uswusf., die übliche Autorenkacke eben. Und diese Bedenken sind mit Veröffentlichung des Buches ja nicht weg, sie bekommen nur praktische Relevanz.

VIELLEICHT MÖGEN DIE MENSCHEN DAS BUCH JA NICHT UND WOLLEN IHR GELD ZURÜCK???!!!11ELF!

Viel wahrscheinlicher ist, dass die Leute das Buch zwischen den drei, vier anderen Büchern da draußen gar nicht wahrnehmen. In fact, es wäre komplett großartig, wenn es hunderte von Beschwerden hageln würde, denn dann hätte wenigstens jemand das Buch gelesen. Macht das Sinn‘? Definitiv.

And now to something completely different: Das neue Projekt. Das neue Buch. Ja, es gibt eine Idee (eine ganz großartige sogar, das steht mal fest) und auch eine Datei und jede Menge wirrer Notizen und erstaunlich viel Material, aber den ganzen Schlurps zu einer Geschichte zu zimmern, das ist mal gar nicht so trivial für einen Schmalspurpoeten mit genau einem veröffentlichten Buch. Aber so isses. Und irgendwas ist ja immer und wäre ich supererfolgreich und kompetent im Abwickeln größenwahnsinniger Megaprojekte, dann müsste ich jetzt den ganzen Tag Geld zählen und Fanpost beantworten und sowas macht kein Stück glücklicher.

Überhaupt: Menschen! Überbewertet. Meine Meinung. Also zumindest als Leser*innen von Büchern. Es wird ja viel (und überraschend inkompetent) darüber schwadroniert, wann KIs – Künstliche Intelligenzen – uns Schreiberlingen die Arbeitsplätze wegnehmen. Mich würde viel mehr interessieren, wann es genügend und hinreichend schlaue KIs gibt, damit sie eine vielversprechende Zielgruppe darstellen. Ich schrübe ziemlich gerne für Roboter, glaube ich. Die hätten wahrscheinlich eine große Freude daran herumzuspekulieren, wie dieser oder jene Autor*in eigentlich verdrahtet sein muss, um so eine Grütze schreiben zu können…

Aber ich drifte ab. Drifte ich ab? Ich drifte, definitiv. Darum Schluss für’s erste. 2021 wird, das deutet sich bereits an, so ziemlich genauso gemischt wie 2020 und die Jahrmillionen davor. Irgendwo mischen DNA-Stränge ihre Basenpaare neu, irgendwo fusioniert eine Sonne Kram zu schwererem Kram und wieder irgendwo schreit eine*r „Wo ist mein ayurvedischer Kajalstift, scheiße noch eins, gleich kommt Volker vorbei!“

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